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IT-Freelancer Summit

Fehler die IT-Freelancer machen

Was sind also die häufigsten Fehler?

Wer Selbstständig ist, zum Beispiel als IT-Freelancer oder Unternehmer, agiert auf eigene Gefahr und zahlt für jeden Fehler das Lehrgeld aus der eigenen Tasche. In Retrospektive hat wahrscheinlich jeder von uns schon den ein oder anderen vermeidbaren Fehler gemacht. Damit nicht noch mehr unnötiges Lehrgeld gezahlt werden muss, haben wir in diesem Artikel einmal häufige Fehler aufgelistet, die IT-Freelancer passieren könnten.

Ein zu niedriger Stundensatz

Ein klassischer Fehler den besonders neue Freelancer gerne und oft begehen. Es ist einfach und verlockend sich über den Stundensatz für Auftraggeber attraktiv zu machen und an neue Aufträge zu kommen. Es ist dabei jedoch wichtig, dass Du dich dabei nicht unter deinem Wert verkaufst. Expertise und Arbeitsleistung sollten immer fair entlohnt werden, auch wenn Du noch am Anfang der Freelancer-Karriere stehst. Eine Übersicht, was aktuell so als IT-Freelancer üblich ist, findest du hier.

Unzureichende Projektakquise

Wer aus einer Festanstellung kommt oder hauptsächlich an großen langfristigen Projekten arbeitet, kann die Projektakquise leicht aus den Augen verlieren. Es ist aber unglaublich wichtig diesen Fehler als Selbständiger nicht zu begehen. Projekte können eingestampft werden und auch Folgeaufträge können mal auf sich warten lassen. Aus diesem Grund solltest du immer genügend Leads und Aufträge haben, um immer auf der sicheren Seite zu stehen.

Unzureichende Rücklagen

Ein Fallstrick, der nicht wenige Freelancer und Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit getrieben hat, ist es zu vergessen genügend Rücklagen für schlechte Zeiten anzulegen. Es passieren immer mal wieder unvorhersehbare Dinge, die das Leben verändern. Wer hätte schon gedacht, dass das öffentliche Leben für über ein Jahr fast stillstehen könnte? Für viele Freelancer außerhalb der IT war dieser Stillstand mehr als nur existenzbedrohend. Wer für Notfälle nicht genügend Reserven angelegt hat, leidet schnell Not und kann viel verlieren. Es empfiehlt sich daher so schnell wie möglich Rücklagen zu bilden, die die eigenen Kosten mindestens 3-12 Monate decken können.

Unpassende oder zu viele Aufträge angenommen

Einen neuen Auftrag zu bekommen ist immer eine spannende Sache, aber passt der Auftrag wirklich zu deinen Skills und hast du auch genügend Zeit alle deine Projekte ausreichend zu betreuen? Das sind zwei Fragen, die du dir immer stellen solltest, bevor du einen neuen Auftrag annimmst.

Folgeaufträge vernachlässigen

Nach der erfolgreichen Akquise eines Projektes und dem Projektstart verlieren viele Freelancer, besonders in der IT, schnell den Kontakt mit dem Team des Projekteinkaufs und den Entscheidern der Projekte selbst. Die fachliche Arbeit überwiegt und der Kontakt mit den technischen Kollegen läuft super aber ohne den Kontakt und den Austausch mit Führungskräften, ist es schwer an Folgeaufträge zu kommen und Kunden langfristig zu halten. Als Freiberufler solltest du dir also regelmäßig Zeit nehmen und gute Beziehungen zu allen Entscheidern im Unternehmen aufbauen.

Zu wenig Freizeit und Erholung

Wenn die Auftragslage gut ist, die Projekte anspruchsvoll sind und die Kunden immer mehr erreichen wollen, ist es einfach Freizeit und Erholung links liegen zu lassen. Schnell sind freie Wochenenden und entspannte Abende eine Seltenheit. Damit Du aber langfristig leistungsfähig bleibst und dem Burnout ein Schnippchen schlägst, ist genügend Freizeit und Erholung aber unabdingbar. Du solltest dir also jede Woche genügend Zeit für dich selbst, Hobbies und Freunde nehmen.

Zu wenig Zeit für die Familie

Ähnlich wie im Punkt zuvor ist es nur allzu leicht die Familie vor lauter Arbeit aus den Augen zu verlieren. Deine Familie und dein Leben sollten nie zu kurz kommen. Deine Familie sollte nie für das Wohl der Arbeit dauerhaft oder regelmäßig zurückstecken müssen. Immer im Kopf behalten: Du arbeitest für dein Leben und lebst nicht für die Arbeit.

Buchhaltung & Steuern selbst erledigen

Der Klassiker für neue Freelancer (Planst du noch die Selbständigkeit? Hier ist unser Guide für die Gründung einer IT-Firma). Wie schwer kann die Buchhaltung und Steuererklärung schon sein? Etwas das sich viele denken und dann schnell realisieren, wie komplex das deutsche Steuerrecht und die Anforderungen an die Buchhaltung sind. Für fast jeden Freiberufler lohnt sich der Gang zum Steuerberater, denn Fehler kosten hier schnell viel Geld und Zeit, die besser anderswo investiert werden könnte.

Keine Spezialisierung

Sich als Freelancer richtig zu positionieren ist gar nicht so einfach. Sollte man sich in die eine oder andere Richtung spezialisieren oder doch als Generalist auftreten? Letzteres ist eine Wahl, die am Ende viele treffen und sich das Leben als Freelancer unnötig schwerer machen, als es sein müsste. Im Freiberuf und besonders in der IT sind Spezialisierungen Alleinstellungsmerkmale mit denen du nicht nur leichter an Aufträge kommen kannst, sondern auch wesentlich höhere Stundensätze nehmen kannst. Unternehmen suchen Spezialisten für besondere Aufgaben und nur selten Generalisten.

Gibt es aber vielleicht noch Fehler, die spezifisch für IT-Freelancer ärgerlich sind?

Den Technologie-Stack des Kunden nicht geprüft

Im Eifer des Gefechts kann die Due Diligence schnell etwas vernachlässigt werden. In Sachen IT hat das aber schnell gravierende Auswirkungen auf die Arbeitserfolg und die Zufriedenheit beider Parteien. Ist die Code-Basis sauber genug für die eigenen Ansprüche, um nicht schnell für Frust zu sorgen? Gibt es irgendwo versteckte Technologien, die dir gar nicht gefallen oder außerhalb deiner Expertise liegen? Nimm dir vor jedem Projekt ausreichend Zeit, um zu prüfen ob auch wirklich alles passt, bevor du in die Vollen gehst.

Zu restriktive NDAs unterschreiben

Quasi jeder der für ein Techunternehmen arbeitet, egal ob als Angestellter oder IT-Freelancer, hat  schonmal einen NDA unterschrieben. Freelancer haben davon meist Dutzende in den Akten, aber wurden diese auch intensiv geprüft oder einfach blind unterschrieben? In NDAs verstecken sich gerne fiese Klauseln, die deine zukünftige Arbeit einschränken könnten. Auch wenn die wirklichen krassen Klauseln oft einfach unwirksam sind, sollte ein NDA vor der Unterschrift immer intensiv geprüft werden. Nur bist du vor bösen Überraschungen in der Zukunft sicher.

Soweit zu Fehlern, die IT-Freelancern häufig passieren. Haben wir etwas Wichtiges vergessen oder hast du Anmerkungen zum Inhalt des Artikels? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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Wer hier  schreibt:

Sebastian Rieche

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