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Podcast Folge 13 – Feedback und Kritik

Bist du auch für eine offene und ehrliche Feedback-Kultur?

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by Tobias Ziegler in Podcast
18. September 2018

Wenn du dein Team aufbaust und den ersten Mitarbeiter einstellst, dann wirst du mit dem Thema Delegieren sowie Kritik und Feedback zu tun haben. Natürlich auch in der Gründungsphase selber, wo man auch mal mit ersten Dienstleistern für zum Beispiel die Erstellung der Website, das Logo oder Werbetexte zusammenarbeitet.
Eine der schwierigsten Aufgaben, wenn man mit einer neuen Geschäftsidee startet, ist es, Kritik zu hören und anzunehmen bzw. zu entscheiden, welche Kritik man nicht annehmen möchte. Und auf der anderen Seite auch den Geschäftspartnern, den Mitarbeitern Kritik zu äußern und Feedback zu geben, wenn etwas nicht passt. Und ich denke es ist unheimlich wichtig, dass wir, wenn wir mit anderen Menschen zusammenarbeiten, eine offene, ehrliche und wertschätzende Kommunikation etablieren. Nichts ist schlimmer, als das, was man immer in den großen Unternehmen bemängelt. Dass einem der Chef zum Beispiel plötzlich ein schlechtes Zeugnis ausstellt, obwohl man dachte, man hat gut gearbeitet. Oder man bekommt eine Aufgabe entzogen, ohne dass einem gesagt wurde, dass die Ergebnisse nicht passen. Oder auch dass hinterm Rücken schlecht über andere Leute geredet wird.

Kritik für Weiterentwicklung

Was wir alle wollen, ist eine offene und ehrliche Feedback-Kultur und auch wenn es mal wehtut, Kritik zu bekommen. Weil nur dann können wir uns weiterentwickeln und wachsen. Auf der anderen Seite ist es oft so, dass wir es ein Stück weit scheuen, anderen Leuten gegenüber Kritik zu äußern. Also auch mal kritisch zu sagen, dass etwas nicht gut ist und nicht den Erwartungen entspricht. Der Grund dafür ist meistens der, dass wir Angst davor haben, dass uns unser Gegenüber dann nicht mehr mag oder auch plötzlich Gefühlsausbrüche hat und wir dann nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. Also so frei nach dem Motto, bevor ich da irgendwie die Beziehung kaputt mache oder dem anderen vor den Kopf stoße, sag ich lieber nichts und was uns dann oft passiert ist, dass wir es dann doch irgendwie auf eine Art und Weise rüber bringen, die dann deutlich verletzender ist und schwieriger zu verarbeiten ist, als wenn wir es einfach geradeaus gesagt hätten. Und deswegen ist es so wichtig, zum einen selbst als Feedback-Empfänger als Kritik-Empfänger offen und ehrlich dieses Feedback anzunehmen. Oder zumindest erstmal anzuhören und versuchen zu verstehen bzw. nachzufragen, wenn wir es nicht verstanden haben. Danach kann man für sich selbst entscheiden, was man davon annehmen möchte und etwas dagegen tun möchte.

Erfahrungshintergrund ausschlaggeben

Was ich da ganz wichtig finde, ist auch darauf zu achten, von wem ich dieses Feedback empfange und welcher Erfahrungshintergrund dahinter steht. Es gibt oft Leute, die sich kritisch äußern und keine Erfahrung auf dem Gebiet haben. Auf der anderen Seite, wenn jemand richtig viel Erfahrung hat und weiß wie Dinge funktionieren und mir Feedback geben, würde ich das sehr ernst nehmen.

Der Ton macht die Musik beim Feedback

Der zweite Aspekt ist die eigene Feedback-Kultur. Mir selbst fällt es auch schwer, Feedback zu geben und Kritik zu äußern und habe daran gearbeitet. Auf der anderen Seite schwingt immer auch eine Emotion mit. Zum Beispiel die Enttäuschung, die eintritt, wenn wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Dies hängt aber oft damit zusammen, dass wir eine Erwartungshaltung haben. Diese Erwartungshaltung ist ein einseitiger Vertrag. Wenn ich dies nicht kommuniziert habe, ob meine Erwartung in Ordnung ist, dann bin ich nur mit mir selber einig. Aber mein Gegenüber hat nie zugestimmt. Wenn dann diese Erwartung nicht erfüllt wurde, dann sind wir enttäuscht und unzufrieden.
Zum Beispiel habe ich heute einer Mitarbeiterin die Aufgabe gegeben eine Facebook-Werbeanzeige zu schalten und sie sagte im Vorfeld schon, dass sie es noch nie gemacht hat. Die Aufgabe war, alles vorzubereiten, so dass nach kurzem gemeinsamen Drüberschauen und kleinen Korrekturen die Werbeanzeige live geschaltet werden kann. Als ich aus dem Termin wiederkam, habe ich nicht das, was ich für mich erwartet habe vorgefunden, dass im Endeffekt eine fertige Kampagne dasteht, die nur noch verfeinert werden musste. Das hat mich enttäuscht.

Auch mit Enttäuschung positiv umgehen

Doch auch wenn beide Parteien mal enttäuscht sind, muss man mit der Situation vernünftig umgehen können. Am besten man greift das Thema noch einmal auf und spricht darüber, um deswegen kein schlechtes Gefühl zurückzulassen. Wenn wir mal in der Überforderungssituation sind oder der eine oder andere enttäuscht ist, heißt das dass man viel versucht hat. Und es haut eben nicht immer hin, das ist auch OK. In diesem Sinne empfehle ich dir, wenn du mit Geschäftspartnern, Dienstleistern oder Mitarbeitern zusammenarbeitest, eine aktive Feedback-Kultur zu leben. Aktiv Rückmeldung zu geben, wenn du zufrieden bist, aktiv Rückmeldung zu geben, wenn du nicht zufrieden bist und trotzdem die Antennen offen zu halten und ein Gefühl dafür zu behalten, wie geht’s meinem Gegenüber gerade. Halte deine Meinung nicht zurück, nur weil es deinem Gesprächspartner schlecht geht, weil es ausgesprochen wird, sondern sage es trotzdem. Nimm aber auch wahr, wenn es weh tut und nicht so gut passt.

Sprich, nimm Rücksicht darauf, in welcher Art und Weise du mit deinen Gesprächspartnern sprichst. Ich selbst freue mich, wenn ich Feedback bekomme und mag es gar nicht, wenn mir gesagt wird, was alles nicht geht. Das ist für mich selber auch eine Challenge.

Hör mal in dich rein, was du für ein Typ bist, wenn es um Feedback und Kritik geht. Wenn es darum geht jemand anderem zu sagen, was dir nicht passt und es nicht so ist, wie du es dir vorgestellt hast. Viel Spaß beim Ausprobieren, wie du damit umgehst.

Die Podcast Version dieses Artikels:

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