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IT-founder Podcast

#107 Wenn dich die Selbstständigkeit eiskalt erwischt, brauchst du Zettel, Stift und ein starkes Mindset

Dieses Mal im IT-founder Podcast:

Du kennst jemanden, der diesen Podcast hören sollte? Teile dein Wissen:


Hey, schön, dass du wieder beim IT-founder -  Podcast dabei bist. Heute haben wir eine ganz konkrete Hörergeschichte und zwar die von Maximilian: Was tun, wenn man plötzlich hauptberuflich selbstständig ist? Maximilian schrieb mir folgendes: Ich bin nebenberuflich selbstständig, bisher mit sehr geringem Umsatz. Seit zwei Jahren war ich hauptberuflich als IT-Manager tätig und bin jetzt in einem relativ frischen Job wegen Corona in der Probezeit gekündigt worden. Ich habe kein Kapital und stehe jetzt vor der Herausforderung, mir schnell einen aktiven, zahlenden Kundenstamm aufzubauen. 

Am Anfang stehen ein Zettel und dein Mindset

Steigen wir gleich mal ein: Die Situation ist ganz klar. Aus deiner nebenberuflichen Tätigkeit, die bisher gar nicht deinen Lebensunterhalt finanzieren sollte, muss jetzt irgendwie schnell ein Business werden, das deinen Lebensunterhalt sichert. Die erste Frage ist, was ist dein Ziel? Willst du einen neuen Job und dein Business läuft weiter nebenberuflich? Willst du schnell Geld verdienen? Willst du die Chance nutzen?Mach das am besten schriftlich für dich klar. 

Wir gehen jetzt mal von dem Fall aus, dass du die Chance nutzen willst und eine Balance zwischen schnell Lebensunterhalt sichern und daraus ein nachhaltiges Business aufbauen suchst. Was du im ersten Moment noch tun kannst (und auch solltest), ist dir die dir zustehende finanzielle Unterstützung zu sichern. Das Arbeitslosengeld z.B. steht dir in jedem Fall zu, da du über mehrere Monate als sozialversicherungspflichtiger Angestellter eingezahlt hast.

Wenn das abgehakt ist, dann kannst du von dem Arbeitslosengeld zumindest schon mal Miete etc. zahlen. Kommen wir jetzt zum Mindset: Du bist natürlich verärgert und enttäuscht über deine Situation. Entwickle dein Mindset in die Richtung, dass du jetzt gerade eine riesen Chance vor dir hast. Du kannst jetzt dein eigener Boss sein und dein Unternehmen aufbauen. Es ist immer eine sehr schwere Entscheidung, ein bestehendes sicheres Arbeitsverhältnis zu kündigen, um dieses Risiko auf sich zu nehmen. Diese Entscheidung wurde dir nun abgenommen, das kannst du für dich nutzen.

Mach dir als nächstes eine Übersicht über deine Ressourcen. Wenn du da einmal Klarheit hast, wirst du dich vielleicht auch nicht mehr so verloren fühlen.Was für Ressourcen meine ich… Naja, zum einen eben die finanziellen, wie das Arbeitslosengeld. Zum anderen ist dir jetzt aber auch eine Menge Zeit frei geworden, die du in dein Business investieren kannst. Auch Fähigkeiten sind eine Ressource. Was gibt es an Kompetenzen, die du einbringen kannst?  Gibt es vielleicht Kontakte, die du einfach aus dem Alltag oder dem alten Job hast? Schau über den Tellerrand nach deinen Kontakten, wer kann und würde dir vielleicht gerne helfen? Gibt es bestehende Kunden? Hast du vielleicht schon eine Webseite, einen Firmennamen?

Nutze was du hast

Du hast schon Erfahrungen gesammelt und einen Vorsprung durch dein Wissen, den jemand, der gerade neu startet, noch nicht hat. All das hilft dir jetzt weiter. Das richtige Angebot kann dir helfenDie nächste Frage ist die nach deiner Positionierung. Was ist denn eigentlich dein Hauptangebot? Wenn dich jemand jetzt neu kennenlernt und ihr habt eine Minute Zeit zu sprechen, dann solltest du konkret benennen können, welches Problem du für welche Zielgruppe auf welche Art und Weise löst.Passend dazu schwingt auch das Geschäftsmodell mit. Bietest du ein Produkt an? Eine Dienstleistung? Ist es eine Einmalzahlung? Ein Abo?

Meine klare Empfehlung ist es, in dieser Situation die Dienstleistung zu nutzen. Einfach deshalb, weil du dich bei einem Abo beispielsweise mit relativ niedrigen monatlichen Beiträgen sehr schwertun wirst, schnell relevantes Geld zu generieren. Mit einer Dienstleistung bist du sofort startklar und kannst dem Kunden schnell und für gutes Geld helfen.Wichtig ist hierbei auch die Preisgestaltung. Achte immer auf einen Preis, für den du gut und gerne arbeiten kannst. Es sollten keine völlig überteuerten Preise sein, aber es ist nicht besonders geschickt, wenn du sagst, eine Stunde kostet 50 Euro. Mach dir eine klassische Milchmädchenrechnung, dann wirst du sehen, wo du ansetzen musst. Was brauchst du mindestens, um langfristig deinen Lebensunterhalt davon bestreiten zu können? Du kannst natürlich, um Erfahrungen und Referenzen zu sammeln, zwischendurch auch mal günstigere Jobs annehmen. Du solltest nur darauf achten, nicht zu niedrig zu starten und dich nicht unter Wert zu verkaufen. 

Fokussier dein Ziel

Ganz ganz wichtig ist, und das ist unser nächster Punkt, du musst bei allen Tätigkeiten, die du machst, den klaren Fokus auf darauf setzen, Einkommen herzustellen. Gerade in der ersten Phase sollten 80% deiner Tätigkeiten einkommensgenerierend sein. Das kann z.B. sein, Kundenbeziehungen aufzubauen oder eben tatsächlich Leistungen zu erbringen.

Soweit so gut, jetzt geht es noch darum, wie du ohne Kapital an Kunden herankommst. Punkt eins, Attraktivität aufbauen. Bau dein Xing – und dein LinkedIn – Profil auf und bring sie auf Vordermann. Vor allem müssen sie einen Mehrwert für den Kunden bringen, damit ein Besucher direkt weiß, was du anbietest. Der nächste Punkt wäre dann die Kontaktaufnahme. In deiner frühen Phase wird es dir nicht bzw. zu wenig gelingen, über deine Webseite etc. zu verkaufen. Optimiere sie daher für die Kundenkontaktaufnahme. Du hast vielleicht kein Budget für großartige Werbung, aber du hast die Zeit, mit deiner Zielgruppe den Dialog zu suchen. Es wird jetzt nicht so sein, dass die Leute dir die Bude einrennen. Aber es kann dir genau den Durchbruch bringen, den du jetzt gerade brauchst. 

Im Grunde hast du also drei Ebenen: 

  1. Find: Sie müssen wissen, dass es dich gibt
  2. Like: Du musst rüberkommen und mit denen in Resonanz sein
  3. Trust: Sie müssen Vertrauen aufbauen und merken, dass du helfen kannst

Wenn du all das geschafft hast und dann irgendwann genug Budget für Werbung hast, kannst du damit deine Sichtbarkeit noch optimieren.

Das sind soweit die Tipps und Kniffe, die ich euch an die Hand geben kann, lieber Maximilian und liebe Hörer. Wenn ihr noch Fragen habt, geht gerne auf meine Webseite und bucht einen Startup-Call mit mir. Ansonsten hören wir uns nächste Woche mit der neuen Folge wieder! Viel Erfolg bis dahin und ciao.

Und wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du mir eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes hinterlässt. Als Dankeschön nenne ich dich persönlich in meiner nächsten Folge.

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Wer hier  schreibt:

CEO von IT-founder.de, Gründer, Business-Coach und langjähriger Selbstständiger in der IT-Branche. Als Gründer fühlst du dich vielleicht manchmal erschlagen von der Menge und Vielfalt der anstehenden Aufgaben. Ich zeige dir aus eigener Erfahrung, wie du mit deinem IT-Unternehmen erfolgreich startest und Fehler vermeidest!

Tobias Ziegler

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