• Start
  • /
  • Blog
  • /
  • #135 Amazee.io: CEO Franz Karlsberger über hervorragenden Kundenservice und das Glück, keine Büros zu haben
IT-founder Podcast

#135 Amazee.io: CEO Franz Karlsberger über hervorragenden Kundenservice und das Glück, keine Büros zu haben

Dieses Mal im IT-founder Podcast:

Du kennst jemanden, der diesen Podcast hören sollte? Teile dein Wissen:

Dieses Mal ist Franz Karlsberger von amazee.io bei mir im Interview zu Gast. Nach dem Studium ist er relativ zügig in die Beratung gerutscht und hat sich anschließend, nach zehn Jahren, entschieden, etwas anderes machen zu wollen. Angestellt bei einem führenden Technologieprovider haben sie gemeinsam ein Technologiepartnerteam für eine neue Plattform auf dem Markt aufgebaut.
Mittlerweile hat er zwei Söhne und vertreibt sich außerhalb der Arbeit am liebsten die Zeit mit seiner Familie. Franz treibt gerne Sport, fährt gerne Ski und liest gerne.

„Plötzlich“ Geschäftsführer

Es gab keine wirkliche Notwendigkeit für Franz, von seinem damaligen Arbeitgeber wegzugehen.
Eingebettet in 2000 Mitarbeitern gab es allerdings keine wirkliche Entwicklungsperspektive mehr. Amazee.io war mit einer Teamgröße von 15 Personen da durchaus verlockender. Franz‘ Kenntnisse aus der Beratung und dem Technologiebereich machten ihn zudem für das Unternehmen sehr attraktiv. Bis heute bereut er keinen einzigen Tag und genießt das Life Long Learning. Das Unternehmen ist auf containerbasiertes Hosting fokussiert. Entstanden ist das Ganze aus persönlichen Needs heraus: als StartUp innerhalb einer digitalen Webagentur wurde schnell deutlich, dass die Requirements nicht erfüllt wurden. Warum also nicht einen Host oder eine eigene Plattform bauen, die die Needs besser abdecken kann? Als Franz als CEO an den Start ging, war das Unternehmen bereits in der Branche etabliert. Die Remote-Belegschaft (es gibt keine Büros, die Mitarbeiter sind weltweit verstreut) hat Franz mit offenen Armen empfangen. Es gab vorne weg sehr viele Gespräche, um sich über die Vision und das Mindset auszutauschen, um zu sehen, wer was mitbringt und wo man seine Rolle sieht. 

Zitat: „Unter Umständen stehen wir vielleicht in einem Jahr irgendwo anders. Und dann holt man sich jemanden zusätzlich mit an Bord, der einen weiterentwickeln kann. Und ich finde, das zeugt auch schon von Größe: Wenn man sagt, okay, das sind meine eigenen Stärken und das sind die Stärken von jemand anderem und kombiniert man die Stärken, ist man einfach viel erfolgreicher.“

Franz nimmt seine Rolle sehr ernst und findet, dass es nicht seine Aufgabe ist, alles besser zu wissen und alle Entscheidungen alleine zu treffen. Für ihn steht die Entwicklung des Unternehmens im Vordergrund – und welche Richtung er dafür vorgeben muss, um diese zu erreichen.

Der Kunde ist König – und das Team ist überall

Für Franz und seine Kollegen steht der Kunde im Zentrum. Was ist die beste Lösung für den Kunden und wie müssen die Teams drum herum dann aufgebaut werden? Sie müssen sich jedenfalls untereinander organisieren, um den größten Mehrwert zu bieten. Es gibt dabei verschiedene Aufgaben: Ein Development-Team, ein Plattform-Operations-Team, ein Support-Marketing-Team und Sales. Es gilt, wer am nächsten am Kunden dran ist, liefert Input für den Rest. Wichtig ist vor allem, den Pain Point und die häufigsten Supportfragen herauszuarbeiten. Daraus lassen sich dann am besten die Lösung erschließen, die dann den Mehrwert für den Kunden bieten.

Doch wie funktioniert das, wie organisiert man sich, wenn die Leute nicht in einem Raum sind? Hauptsächlich hat sich das Team aufgrund des Businessmodells, welches sie bedienen wollen, so aufgestellt: Hosting ist eine 24/7-Geschichte, dadurch ist es einfach notwendig, das Team global aufzustellen. Das fehlende Büro bietet zudem eine Chance: Man kann weltweit Talente für die Firma abfischen, wenn man nicht ortsgebunden arbeitet.
Kommunikation ist dabei das A und O:

Zitat: „Man muss viel viel mehr noch kommunizieren, als man so schon tut. Ich wohne den Hauptteil meines Tages eigentlich den diversesten Videocalls bei, entweder, um ad hoc etwas mit dem Team zu besprechen, oder weil eines unserer geplanten Meetings ansteht.“

Außerhalb der Pandemie würde man dennoch versuchen, ein bis zwei physische Termine im Jahr zustande zu bekommen, um Strategiethemen oder längerfristige Sachen durch zu sprechen.
Bei der Kommunikation helfen dem Team diverse Channels, vor allem auf Slack. Es gibt neben den beruflichen Channels aber auch beispielsweise einen Maker‘s-Channel, auf dem die Kollegen ihre eigenen Projekte posten und den Fortschritt dieser zeigen: Einer zieht gerade in ein Haus und zeigt regelmäßig Updates von der Renovierung. Auch diese Dinge connecten die Teammitglieder.
Die Slackchannels helfen tatsächlich auch bei der Kundenkommunikation: Zwar bietet amazee.io das containerbasierte Hosting als Produkt an und hat sich darauf spezialisiert. Der Open Source Gedanke kommt ebenfalls gut an und wird von den Kunden gut angenommen. Doch auch immer mehr Enterprise-Kunden wünschen Open Source, was für ein Unternehmen bedeutet, sich so zu positionieren, dass man diese Serviceleistungen mit anbietet. Auch, wenn es um Enterprise-Support geht. Auch hier muss eine Beziehung mit dem Kunden aufgebaut werden und eben hier kommen die Kunden-Channels zum Einsatz. Tickets sind für Franz keine Option:

Zitat: „Ich sage ja, vielleicht haben wir hier noch den Vorteil des eher kleinen Unternehmens, dass wir diese sehr sehr hohe Servicequalität erhalten können. Aber ich finde nichts furchtbarer, als wenn du beim Provider ein Ticket erstellen musst und da steht dann drinnen, dass du noch 72 Stunden zu warten hast. Das ist nicht der Ansatz. Da erwartet der Kunde mehr. Mit Tickets entwickelst du einfach eine Unzufriedenheit beim Endkunden.“#


Ein Tipp zum Schluss

„Als Unternehmen musst du dich ganz klar positionieren, denn der Markt da draußen ist natürlich crowded. Wofür stehst du also? Das ist ganz ganz wichtig. Halte die Augen und Ohren offen und schau immer, wie du dich als Unternehmen weiterentwickeln kannst. Was tut sich draußen? Wo kannst du dich hin entwickeln?“

Vielen Dank an Franz auch an dieser Stelle nochmal für das tolle ausführliche Interview!
Du möchtest Kontakt zu Franz aufnehmen?

Hier kannst du ihn finden:
https://www.linkedin.com/in/franzkarlsberger/


Diese Podcast-Episoden könnten dich auch interessieren

IT Founder

Folge uns gerne auch auf unseren verschiedenen Kanälen:

Loved this? Spread the word


Wer hier  schreibt:

CEO von IT-founder.de, Gründer, Business-Coach und langjähriger Selbstständiger in der IT-Branche. Als Gründer fühlst du dich vielleicht manchmal erschlagen von der Menge und Vielfalt der anstehenden Aufgaben. Ich zeige dir aus eigener Erfahrung, wie du mit deinem IT-Unternehmen erfolgreich startest und Fehler vermeidest!

Tobias Ziegler

Das könnte dich auch interessieren:

#144 Der erste Eindruck zählt: Meine Tipps für ein professionelles LinkedIn-Profil

Mehr lesen...

#143 Text-Content in der IT-Branche: Was eignet sich & wie schreibe ich?

Mehr lesen...

#142 Fachkompetenz für ein Projekt? So findest du deinen Wunsch-Freelancer!

Mehr lesen...

#141 Du brauchst Mitarbeiter, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst? Hol dir den Masterplan!

Mehr lesen...
{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

So gewinnst du mehr Kunden für dein IT-Unternehmen

Tobias Ziegler verrät seine Strategien, mit denen er und IT-founder bereits unzählige hoch-profitable und automatisierte Kundengewinnungssysteme für IT-Unternehmer und Freelancer aufgebaut haben.

Melde dich jetzt zum kostenlosen Webinar an!

>