#63 – Nobody is perfect

Dieses Mal im IT-founder Podcast:

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Gründerpersönlichkeit

Welche Rolle spielt die Persönlichkeit als Gründer und wie kannst du und solltest du dich als Unternehmer weiterentwickeln. Darum geht es heute in der aktuellen Folge des IT-founder Podcast.

Ein Beitrag, den ich neulich bei Natalie von der Startup Schule gelesen habe, hat mich dazu inspiriert. Dabei ging es auch um die Persönlichkeitsentwicklung und dass man sich als Unternehmer konsequent und permanent weiterentwickelt. Das ist auch meine Hauptmotivation gewesen, weil mich die Persönlichkeitsentwicklung gereizt hat. Ich wollte sehen und spüren, ob ich selber eine Firma aufbauen kann. Diese Erfahrung zu machen und mich selber dabei weiterzuentwickeln, das ist für mich noch heute eine größere Motivation, als Gewinnstreben. Jedes Unternehmen braucht Geld und Ressourcen, damit es sich selbst erhalten und wachsen kann und natürlich ist es für mich auch wichtig, dass ich wirtschaftlich gut dastehe, aber was mir selber noch viel mehr Motivation gibt, ist die Persönlichkeitsentwicklung. 

Was macht die Persönlichkeit aus?

Es ist ja erst mal was abstraktes, was man schwer greifen kann und es gibt total viele unterschiedliche Definitionen davon. Dabei geht es mir jetzt gar nicht so um die wissenschaftliche Betrachtung, mir geht’s darum, wenn ich über die Gründerpersönlichkeit spreche, dann meine ich damit, das was dich einzigartig macht. Das was dich ausmacht, so wie du bist, wie du handelst. Nicht tiefenpsychologisch gesehen, sondern das was im Alltag von dir spürbar ist, oder wie du auch mit schwierigen Situationen umgehst. Dazu gehört auch, wie du mit Konflikten umgehst, wie du auf andere Menschen zugehst oder wie du mit neuen Situationen umgehst. All das macht aus meiner Sicht die Persönlichkeit eines Gründers aus. 

Nobody is perfect

Niemand ist perfekt, ich bin es auch nicht, und es ist auch völlig in Ordnung, dass man gewisse Teile der eignen Persönlichkeit nicht so gerne mag oder vielleicht auch manchmal enttäuscht von sich selbst ist. 

Ich glaube aber, die Selbstreflexionsfähigkeitist ganz essenziell. Du solltest als Gründer in der Lage sein, nicht nur die eigene Perspektive, sondern auch die Perspektive von anderen Leuten einnehmen können. Tritt ein Stück zurück und beobachte dich, vielleicht mit einem Schmunzeln oder auch mal mit einem kritischen Blick selbst.

Entscheidungsfindung

Der Punkt, der uns am meisten beeinträchtigen kann, ist das Thema Entscheidungsfindung. Als Unternehmer ist die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen essenziell. Wo ich als Angestellter öfter mal Entscheidungen an meinen Chef abwälzen kann, muss ich als Unternehmer ganz oft selber entscheiden. Das fängt schon als Gründer an, wenn du dir überlegst, welche Kompetenzen du in den Vordergrund stellen und welche Kunden bzw. welche Zielgruppe du ansprechen willst. Auch Fragen wie „Will ich wirklich gründen?“, „Trau ich mich diesen Schritt zu gehen?“, „Kündige ich vielleicht sogar?“, werden dir in den Sinn kommen und müssen entschieden werden. Du musst auch in der Lage sein, in unsicheren Situationen oder wo dir Informationen fehlen, Entscheidungen zu treffen.

Ausdauer und Beharrlichkeit

Erst über eine Kontinuität wird dein Business am Markt auch wahrgenommen. Wenn du jetzt schnell mal was gründest, und für ein bis drei Wochen am Markt bist und etwas Werbung machst, dann sehen die Leute das zwar, aber bis dieser Prozess reift, dass jemand etwas bei dir kauft, vergeht Zeit. Es wird zwangsläufig Probleme und Widerstände geben, aber wenn du jetzt aufgibst, dann wirst du dein Unternehmen nicht wachsen sehen. Oft dauert es länger, als wir uns das vorstellen können, aber ich denke, wenn man fest daran glaubt und hart daran arbeitet, dann wird es sich auszahlen. Wichtig ist nur, dass du die Ausdauer mitbringst.

Wie gehst du mit Rückschlägen um?

Dieses Thema geht Hand in Hand mit der Ausdauer. 

Wenn mal wirklich etwas nicht hinhaut, stehst du wieder auf, reflektierst und lernst draus? Oder gibst du auf und suchst dir eine andere Geschäftsidee? Kannst du dich wieder aufrappeln und gestärkt daraus her?

Positives Menschenbild

Was etwas subtiler einhergeht, ist das Thema positives Menschenbild.

Ich bin fest davon überzeugt, dass man als Unternehmerpersönlichkeit erfolgreicher ist, wenn man mit anderen Menschen positiv umgeht. Wenn man andere Menschen nicht unbedingt immer als Gegner sieht, sondern wenn man grundsätzlich sagt, „Ich bin OK, du bist OK“. 

Das heißt nicht, dass man naiv sein soll, sondern ein gewisses Urvertrauen und ein positives Menschenbild haben sollte. Nur dann, wenn es wirklich begründeten Anlass gibt, solltest du skeptisch werden.

Vielseitigkeit

Ich glaub auch, dass wir als Unternehmer vielseitig interessiertsein sollten. Oft hört man, es sei gut, sich zu fokussieren und sich als Unternehmer auf ein Thema spezialisieren. Ich glaub da ist zwar viel Wahrheit dran, ich glaub aber auch, dass es extrem wertvoll ist, wenn man nicht nur auf ein Thema fokussiert ist. Das fängt schon damit an, dass du erstmal dein ganzes Organigramm selber leben muss. Wenn du eine Firma gründest, brauchst du Marketing, Vertrieb, Produktion, die Leistungen müssen erbracht und die Buchhaltung gemacht werden, etc.

Dies alles erfordert verschiedene Kompetenzen und das kannst du nur packen, wenn du auch Lust hast verschiedene Dinge zu tun. Ich will damit nicht sagen, dass du alles selber machen sollst. Ganz im Gegenteil, ich bin ein großer Freund davon, Aufgaben auch zu delegieren. 

Wenn du aber gerade startest, hast du vielleicht die Ressourcen noch nicht dazu. 

Neugier und Lust zu lernen

Eine genauso wichtige Eigenschaft ist es, neugierig zu sein und Lust darauf zu haben, etwas zu lernen. Neugierde, die Lust zu lernen, ist mindestens genauso wichtig. Damit meine ich: Sei offen, wenn sich ein Projekt oder eine Marktchance ergibt und entwickle dich selber auch weiter. 

Ausgleich und Ruheinseln

Was man bei all den Dingen auch nicht vergessen darf, ist es für Ausgleich zu sorgen.

Neben diesem ganzen Engagement, sich selbst zu motivieren und irgendwie zu schaffen, sich selber die Zeit einzuteilen und zu priorisieren, ist es sehr wichtig, trotzdem Inseln der Erholung zu schaffen. So sorgst du dafür, dass du nicht ausbrennst. Das ist denke ich auch eine der großen Gefahren, egal ob als Angestellter oder als Selbstständiger. Das passiert leicht, wenn man etwas erreichen will, etwas voranbringen will, aber merkt, dass die Umstände widrig sind und man sich keine Ruhe gönnt. Langfristig ist es ein großer Erfolgsfaktor, aufzutanken und dafür zu sorgen, dass du die Energie hast, weiterzumachen. 

Ziele finden

Was ich extrem schwierig finde an der Selbstständigkeit, ist die Kompetenz selbst Ziele zu finden bzw. selbst Ziele zu definieren und sie dann auch zu verfolgen. Klingt vielleicht banal, aber im Alltag finde ich das schwierig, mich festzulegen und zu sagen, dass ist mein Ziel. Weil wir als Unternehmer, als Selbstständige immer die Qual der Wahl haben und aus unendlich vielen Möglichkeiten wählen müssen. 

Stresssituation und Umgang mit dir selbst

Wie gehst du damit um, wenn du mal überfordert und im Stress bist? Reagierst du vielleicht unüberlegt und kannst dich da auch selber wieder rausmanövrieren? 

Auch wichtig: Einer guter Umgang mit dir selbst. Also dir auch einzugestehen, Fehler zu machen. Und nicht selber auf dir rumzuhacken, sondern relaxt zu sein. Fehler können passieren und manchmal sind es Einflüsse von außen. Sei fair mit sich selber, gehe positiv mit dir um und sei weder zu kritisch noch zu perfektionistisch.

Wenn du mal in einer Stresssituation bist oder in einer langen Durstphase, dann gönn dir auch mal einen Tag, wo du dich um deine Persönlichkeit kümmerst. Besuche zum Beispiel ein Seminar oder nimm eine Aufgabe wahr, die du noch nie gemacht hast, aber immer schon mal machen wolltest. 

In diesem Sinne, möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass es auch völlig in Ordnung ist, mit einem nicht perfekten Produkt, ein nicht perfektes Unternehmen zu gründen und mit einer nicht perfekten Marketingbotschaft sichtbar zu werden. Du wirst Feedback bekommen und kannst immer weiter dran feilen.

Ich hoffe, ich kann dir mit dieser Episode ein paar Inspirationen mitgegeben und neben all den Businessthemen, die wir immer so um die Ohren haben, einfach mal wieder den Fokus etwas zurechtgerückt, dass du als Mensch, als Gründer, eine extrem wichtige Rolle spielst.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit dieser Episode und viel Erfolg auf dem Weg zu deinem erfolgreichen Business. Vergiss nicht, dich selber weiterzuentwickeln und genieß die Reise dabei.

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