#64 – Hast du eine Vision?

Dieses Mal im IT-founder Podcast:

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Ein klares Ziel vor Augen

Ein klares Zielbild zu haben, ist unheimlich wichtig und ich möchte heute darüber sprechen, wie wir von Scrum, von Agilität und von der Rolle des Product Owners lernen können.

Wenn du merkst, du verlierst deinen Fokus oder dir fehlt die Klarheit, dann kannst du mit ein paar Prinzipien darauf einwirken.

Auf agile Methoden setzen

Das erste Grundprinzip, an dem ich mich da orientieren möchte, ist das Thema der Agilität.

Bei agilen Methoden, wie zum Beispiel beim Scrum, geht man iterativ vor und will Erkenntnisgewinn zulassen. Ganz konkret bedeutet das, dass du nicht erwartest, bereits von Anfang an ein klares Bild über all deine Ergebnisse zu haben. Es ist dir viel wichtiger, dass du - ohne lange im Planungsmodus zu bleiben - schnell Fortschritt erreichst und in den ersten Wochen oder Monaten möglichst viel Mehrwert aus deinem Unternehmen bzw. deinem Produkt ziehst.

Wie sieht das konkret aus?

Wenn du dich schon mal etwas mit Scrum beschäftigt hast, dann schau auch mal auf dein Unternehmen aus der Perspektive eines Product Owners und betrachte dich selbst mal in dieser Rolle.

Was ist Scrum aus meiner Sicht?

Als Product Owner hast du die Verantwortung all deine Steakholder und Leute, die ein mögliches Interesse an deinem Produkt bzw. an den Dingen, die du auf den Markt bringen möchtest, zu sammeln. Deren Einträge musst du priorisieren und so aufbereiten bzw. vorbereiten, dass die Leute, die es umsetzen, ein Verständnis davon haben, was zu tun ist. 

Das Allerwichtigste an dieser Rolle ist es auch, dafür zu sorgen, dass die wichtigsten Dinge, die den meisten Mehrwert bringen zuerst umgesetzt werden. Dabei musst du als Product Owner auch in Betracht zu ziehen, wie aufwendig es ist, die Dinge zu verwirklichen. Vorhaben mit hohem Mehrwert, aber relativ wenig Umsetzungsaufwand, gilt es dabei mit hoher Priorität vorzuziehen.

Du brauchst ein MVP

Ein weiterer großer Aspekt: Erzeuge möglichst früh ein auslieferbares Produkt. Man spricht im Bereich Lean Startup auch vom MVP (siehe auch Podcastfolge #53: https://www.it-founder.de/folge53/). So ist es auch bei der agilen Entwicklung, dass man schnell eine erste Version haben möchte, die man ausliefern kann und die nach und nach verbessert wird.

Und jedes Mal, wenn du eine neue Variante mit neuen Funktionalitäten fertig hast, also nach jedem Sprint, bin du in der Lage, ein neues Release rauszubringen. 

Warum gehst du nicht auch so bei deinem eignen Unternehmen vor? Biete doch deine Dienstleistung oder dein Produkt auch nach diesem agilen Prinzip an.

Wie ich da konkret bei mir gerade vorgehe, erfährst Du in dieser Podcastepisode.

Das Prinzip funktioniert übrigens sowohl als Softwareentwickler, als auch dann, wenn du Dienstleistung anbietest.

Warte nicht, bis das Softwareprodukt möglichst gut und umfangreich ist, sondern gehe frühzeitig auf den Markt und baue immer wieder Feedback-Loops ein.

Deine Dienstleistung könntest du anfangs in einem Projektcharakter anbieten, wo du erstmal nur grob umreißt, wie deine Dienstleistung aussieht. Auf der Basis deiner Kundenprojekte, erkennst du vielleicht bestimmte wiederkehrende Muster und kannst jedes Mal, wenn eine Art der Leistung abgerufen wird ein bestimmtes Vorgehen ableiten. 

Mit der Zeit könntest du dann den Prozess der Leistungserbringung standardisieren und ihn dann vielleicht auch outsourcen und Mitarbeiter einstellen. Oder du automatisierst bestimmte Dinge. Vielleicht sind durch eine Vorauswahl bestimmter Varianten dann 80% der Anforderungen schon abdeckt und nur noch Anforderungen nötig.

Formuliere deine Vision und forme sie

Diese Methode ist sehr hilfreich, um dein Ziel nach und nach zu formen, wenn du noch kein klares Bild davon hast. Es soll aber nicht bedeuten, dass du ziellos agieren solltest. Du solltest zumindest deine Richtung kennen. 

Wenn du noch nicht an der Stelle bist, dass du diese Vision formulieren kannst, dann ist genau das jetzt deine Aufgabe. Was kannst du dir vorstellen, welche Zielgruppe möchtest du adressieren, in welchen Markt möchtest du rein und welches Problem möchtest du lösen (Problem Solution Fit)? Du könntest auch über Umfragetechniken herausfinden, welche Probleme in dem Markt bestehen. Den Bedarf vorher zu kennen, ist besonders wichtig, bevor du dein Produkt entwickelst (Product Market Fit)

Fazit:

Entwickle deine Vision und sei dir im Klaren wo du hinwillst.

Bleib aber nicht ewig in dem Planungsmodus, sondern, sobald du ein einigermaßen klares Bild hast, fang an in einzelnen Iterationen Dinge umzusetzen und möglichst schnell auf den Markt zu bringen.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit dieser Episode und viel Erfolg mit deinem IT-Unternehmen.

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