Unternehmensgründung Schritt-für-Schritt

Wie funktioniert´s, wie baue ich mein Unternehmen erfolgreich auf? Was sind die ersten Schritte, die ich tun muss? Genau darum geht es heute. Und zwar um deine ersten Schritte. Darum, was du am geschicktesten tust, um wirklich loszulegen. Um wirklich ein richtiges Unternehmen zu haben. Und der allererste Schritt ist es, deine Leistung zu beschreiben.

Das Produkt beschreiben

Was ist es eigentlich, was du anbietest? Was ist dein Produkt? Was ist deine Dienstleistung? Nimm dir einen A4-Zettel und schreib genau auf, was du anbietest. Und mit „genau“ meine ich nicht bis ins Detail. Sondern damit meine ich einen Absatz, der umreißt, was ist es. Was ist deine Dienstleistung? Was ist dein Produkt? Nimm dir die Zeit, schreib es auf und dann mach weiter mit dem nächsten Schritt.

Der Kunde

Und zwar, für wen? Wer ist mein Kunde? Und wie komme ich dazu, meinen Kunden klar zu umreißen? Was sollte er für Eigenschaften haben? Wann habe ich meine Zielgruppe genau definiert? Folgendes: Am Ende des Tages kaufen Menschen. Es ist die Person, es sind die Bedürfnisse der Person, die entscheidend sind, ob sie dein Produkt kauft oder nicht. Je genauer du die Person kennst, je genauer du weißt, welche Bedürfnisse diese Person hat, umso besser kannst du diese ansprechen. Also der zweite Zettel, den du hast, ist der Kunde. Gib ihm ruhig einen Namen. Ist er männlich? Ist er weiblich? Gib ihm ein Alter. In welchem Alter befindet sich dein idealer Kunde? Welche Eigenschaften hat dein Kunde? In welcher Lebenssituation steckt dein Kunde? Ist er Familienvater oder -mutter? Arbeitet er? Ist er in der Ausbildung, im Studium? In welcher Situation befindet er sich? Was ist ihm wichtig? Welche Werte hat er? Welche Bedürfnisse hat er? In welcher beruflichen Situation steckt er? Welche berufliche Rolle füllt er aus? Und was ist mit dieser beruflichen Rolle verbunden? Beschreib ihn möglichst gut und möglichst konkret. Auch wenn diese Übung ein bisschen schwierig erscheinen mag, je genauer du die Person beschreiben kannst, die bei dir kaufen wird, umso mehr wird sich diese Person auch tatsächlich angesprochen fühlen. Und der Klassiker, renn verschiedenen Schweinchen hinterher und versuche, sie zu fangen, du wirst keines in der Hand haben. Wenn du dich auf eines konzentriert, wenn du einen Kunden ganz genau beschreibst und ganz genau ansprichst, dann wirst du auch genau diesen Kunden überzeugen können und einen Auftrag gewinnen.

Die Leistungserbringung / Produktion

Der dritte Punkt: Wenn du jetzt genau weißt, was du anbietest und wem du es anbietest, ist die Frage, wie du diese Leistung dann überhaupt anbietest. Wie wird diese Leistung produziert? Ist es ein Produkt? Welche Werkstoffe brauchst du? Welche Kenntnisse und Fertigkeiten brauchst du zum Produzieren? Welche Werkzeuge? Welche Lagermöglichkeiten? Welche Distributionskanäle? Da sprechen wir auch gleich nochmal genauer drüber. Wie produzierst du diese Ware? Wie produzierst du dieses Produkt? Oder wenn es eine Dienstleistung ist, welches Wissen, welche Erfahrung, welche Kompetenz steckt drin? Wie erbringst du die Dienstleistung? Wo erbringst du die Dienstleistung? Vor Ort beim Kunden? Kannst du es am Telefon, übers Internet oder wie auch immer erbringen? Wie produzierst du die Leistung?

Kontakt zu den Kunden herstellen

Der vierte Punkt: Wie verkaufst du die Leistung? Wie erreichst du deinen Kunden? Du hast ganz zum Anfang schon entschieden, was dein Produkt ist. Im zweiten Schritt, wer dein Kunde ist. Das heißt, die nächste große Frage ist: Wo befindet sich denn dein Kunde überhaupt, dass du ihn ansprechen kannst? Gibt es bestimmte Medien? Gibt es bestimmte Zeitschriften, Internetformate, Websites, Sendungen, was auch immer? Was konsumiert dein Kunde? Wo befindet er sich? Gibt es Veranstaltungen, auf denen er ist? Ist er im privaten Umfeld unterwegs? Ist er im geschäftlichen Umfeld unterwegs? Wo findest du den Kunden? Und der zweite Punkt: Wie verbindest du dich mit dem Kunden? Wie schaffst du, eine Verbindung herzustellen? Wie schaffst du es, dass er sich interessiert für dich? Und nicht für dein Produkt im ersten Schritt, sondern überhaupt erstmal für dein Unternehmen, für dich, für die Werte, wofür dein Unternehmen steht. Und dann im zweiten Schritt natürlich auch für dein Produkt. Also was ist deine Verbindungsstrategie? Was ist das Thema, mit dem du dich mit deinem Kunden in Verbindung setzt, noch bevor du ihm das Produkt verkaufst? Und dann als nächstes: Wie verkaufst du das Produkt?

Mehrwert herausstellen

Welche Bedürfnisse werden beim Kunden befriedigt? Welches Problem hat er ohne das Produkt? Welchen Mehrwert hat er davon, wenn er dieses Produkt kauft? Nimm dir auch hier wieder die Zeit, nimm dir einen Zettel, schalte kurz auf „Pause“ und schreibe auf: Wo ist mein Kunde? Welche Bedürfnisse spreche ich bei meinem Kunden an? Welches Problem hat mein Kunde ohne mein Produkt oder ohne meine Dienstleistung? Und welcher Vorteil, welches positive Ergebnis hat es für meinen Kunden, wenn er das Produkt oder die Leistung in Anspruch nimmt? Und damit ist nicht nur neutraler Wert gemeint, sondern damit sind insbesondere auch Gefühle gemeint. Und nun der nächste Schritt zum eigenen Unternehmen, jetzt hast du einiges auf deinem Zettel, auf deinem Konzept. Du weißt, was du anbietest, wem du es anbietest, wie du es anbietest. Jetzt geht’s los! Ärmel hoch.

Geschäftskonto eröffnen

Eröffne als erstes dein Geschäftskonto bei einer Bank mit möglichst niedrigen Kosten. Ein Beispiel mag die DAB Bank sein. Da kannst du ein kostenloses Geschäftskonto eröffnen. Aber es gibt sicher viele andere. Nimm ruhig deine Hausbank oder was auch immer. Eröffne dein Geschäftskonto.

Die Gewerbeanmeldung

Der nächste Schritt: Melde dein Gewerbe an. Das ist easy! Es ist ein Formular. Du besorgst das ganz normal in deinem Bürgerbüro und kannst dort deine Gewerbeanmeldung machen. Einige Fragen musst du beantworten, was du überhaupt für eine Leistung anbietest, ein paar allgemeine Daten und so weiter und sofort. Wenn du da Hilfe brauchst, die IHK hilft dir bei solchen Themen, das ist gar kein Problem. Tu es, das geht schnell. Und der nächste Schritt, der dann folgt, nachdem du das Gewerbe offiziell angemeldet hast, ist die finanztechnische Erfassung.

Steuerliche Erfassung

Das heißt, das Finanzamt wird nochmal auf dich zukommen. Du wirst noch einen Fragebogen ausfüllen müssen, wie du denn überhaupt steuerlich erfasst wirst. Auch das ist easy. Wenn du selber nicht weiterkommst, weil du einfach Formulare nicht magst, und ich weiß, wie das ist, ich hasse Formulare, wende dich an einen Steuerberater. Es macht Sinn, auch in der Gründungsphase schon einen Steuerberater rauszusuchen und kurz mit diesem Steuerberater diesen Fragebogen durchzugehen. Das ist eine Sache von einer Viertelstunde, maximal einer halben Stunde. Kein großes Thema. Und auch nicht mit großen Kosten verbunden. Denn jeder Steuerberater wird froh sein, dich in der Gründungsphase begleiten zu dürfen, weil du damit natürlich höchstwahrscheinlich auch über die nächsten Jahre ein wertvoller Kunde für ihn wirst. Da nur ein ganz kleiner Tipp: Wenn du diese steuerliche Erfassung machst, entscheide dich: Erstens, möchtest unter die Kleinunternehmerregel fallen, also keine Umsatzsteuer erheben? Das geht aber nur bis zu einer gewissen Einkommens- und Umsatzgrenze. Wenn du es ernst meinst oder wenn du viel mit Geschäftskunden zusammenarbeitest, dann ist das, glaube ich, keine Option. Wenn du aber erstmal ganz klein starten möchtest, mach das gerne mit dieser Kleinunternehmerregelung, dann brauchst du keine Umsatzsteuer erfassen und sparst dir auch die Umsatzsteuervoranmeldung. Und der zweite Punkt hier an dieser steuerlichen Erfassung: Möchtest du eine Ist-Versteuerung oder eine Soll-Versteuerung anmelden? Bei der Soll-Versteuerung musst du deine Umsatzsteuern abgeben auf Basis der Rechnungsstellung. Bei der Ist-Versteuerung auf Basis von dem Geld, das tatsächlich auf deinem Konto eingegangen ist. Und meine persönliche Empfehlung ist die Ist-Versteuerung, also dann, wenn das Geld auch wirklich da ist, dafür Steuern zahlen, und nicht schon dann, wenn ich die Rechnung geschrieben habe. Aber jeder Steuerberater kann dir das wesentlich besser erklären. Da hat es auch Hand und Fuß. Hier an meiner Stelle ist das keine rechtliche oder steuerliche Beratung, sondern nur meine persönliche Erfahrung. Jetzt hast du dein Geschäftskonto, du hast ein Gewerbe angemeldet. Du bist beim Finanzamt erfasst. Du hast jetzt auch eine Steuernummer. Auch eine Umsatzsteuer-ID solltest du auch beim Finanzamt beantragen, damit du eine ordentliche Rechnung erstellen kannst. Und das ist genau der nächste Schritt.

Rechnungsstellung

Besorg dir entweder ganz einfach eine Vorlage für Word oder Excel, mit der du deine Rechnungen schreibst. Oder etwas einfacher später, wenn du mehrere Rechnungen schreibst, ist eine Büroverwaltungssoftware. Da gibt es einen Haufen verschiedener Angebote. Ich persönlich nutze sehr, sehr gerne Lexoffice. Das ist die Onlinevariante von Lexware. Du brauchst nichts installieren, brauchst dir keine Gedanken machen, ob du den richtigen PC dabei hast, brauchst keine Updates einspielen. Hast aber natürlich dafür die Daten auch im Internet bei Lexware gespeichert. Ich habe damit kein Problem, weil ich mir denke, die tun das hauptberuflich, die werden mehr in Sicherheit investieren als ich an meinem Laptop hier. Wer das nicht möchte, kann sich natürlich auch jede andere Büroverwaltungssoftware besorgen. Gib dort einfach deine Daten ein, deine Steuernummer, deine Umsatzsteuer-ID, deine Adresse und so weiter und so fort. Und dann kannst du schon die ersten Rechnungen stellen. Was jetzt noch fehlt, damit du eine Rechnung stellen kannst, ist natürlich der erste Kunde.

Den ersten Auftrag gewinnen

Das ist der spannendste Teil überhaupt, du hast jetzt die ganzen bürokratischen Hürden genommen, kannst du denn jetzt mit dem Angebot überhaupt Kunden gewinnen? Das heißt, jetzt ist der Schritt der Wahrheit gekommen. Geh raus! Sprich mit den Leuten, sprich mit Leuten, die Interessenten sein können. Sprich mit Freunden, ob sie jemanden kennen, der in Frage kommt. Ich persönlich bin auch Freund davon, um überhaupt erstmal erste Erfolgserlebnisse zu haben, meine Leistung, wenn es eine Dienstleistung ist, auch durchaus erstmal kostenlos anzubieten, um Erfahrung zu sammeln, um Betakunden zu adressieren. Oder zum halben Preis. Und offen zu sein und im engeren Verwandten- oder Bekanntenkreis durchaus zu sagen: „Hey, ich starte gerade. Ich freue mich über dein Feedback. Ich biete dir gerne einen Mehrwert an. Ich biete dir gerne diese Leistung an. Und du brauchst nicht den vollen Preis zahlen. Dafür würde ich mir aber wünschen, dass du erstens mir Feedback gibst, damit ich mein Produkt verbessern kann. Und zweitens mir eine Referenz gibst, damit ich dich als ersten zufriedenen Kunden auf meiner Website erwähnen darf, mit Namen oder ohne Namen, je nachdem, wie gewünscht, und ich nicht mehr bei null anfange.“ Damit ein Vertrauen aufgebaut werden kann. Aber absolut wichtig: Komm jetzt in Kommunikation mit deiner Zielgruppe. Sprich so viel wie möglich mit denen. Und versuche ihnen nicht immer nur Produkte zu verkaufen, sondern versuch durchaus auch einfach Dinge zu erfahren, zu erfragen, was sie wirklich brauchen, zu erfragen, was sie tatsächlich schon getan haben. Gibt es vergleichbare Produkte, die sie genutzt haben? Waren die gut, waren die schlecht? Was kann man besser machen? Und der zweite Punkt: Komm auch ins Gespräch mit Mitbewerbern. Denn Mitbewerber sind keine Konkurrenz. Mitbewerber bieten dir die Chance, in den Markt einzutreten, bestehende Kontakte zu nutzen. Entweder haben die Mitbewerber zu viele Aufträge und freuen sich, wenn du ihnen helfen kannst, diese Aufträge auch loyal abzuarbeiten, oder die Mitbewerber haben zu wenige Aufträge und freuen sich, mit dir im Gespräch zu sein, falls du mal zu viele Aufträge hast. Nutze diese Kommunikation, um überhaupt in das Netz, in das System, in deinen Markt reinzukommen. Gewinne jetzt also die ersten Kunden.

Deinen Erfolg feiern

Und der allererste einzelne Kunde, der dir Geld bezahlt, ist super! Ist ein Riesen-Meilenstein. Und zwar deswegen, weil du bewiesen hast, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die bereit sind, für deine Leistung Geld zu bezahlen. Völlig egal, ob es 1 Euro ist, ob es 100 Euro sind, ob es 1.000 Euro sind. Die Tatsache, dass jemand dir das erste Mal Geld auf dein Geschäftskonto überweist, das ist ein Riesen-Meilenstein. Damit bist du schon extrem erfolgreich. Jetzt ist es Zeit für eine dicke Party. Und wenn du nur für dich selbst einen Moment des Genusses machst.

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Mit der IT-Founder erreichst du in Kürze dein Ziel, von deiner selbstständigen Arbeit leben zu können, automatisiert Kunden zu gewinnen und vieles mehr...

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