#39 – Warum die Vision das Wichtigste und Digitalisierung nicht böse ist – Interview mit Benjamin Talin

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Benjamin – oder auch Ben – Talin ist 28 Jahre jung, hat mit 13 schon sein erstes Startup gegründet und gibt uns in dieser Podcastfolge Einblicke in sein spannendes Unternehmerleben. Er lebt dafür seine Ideen auszuleben und das ist sein größter Antrieb.

In diesem Interview spricht er unter anderem über seine Leidenschaft für die Technik, seine Liebe zur Digitalisierung und was für ihn ein Startup ist.

Ben gründete bereits 13 Unternehmen, darunter 361consult und die Plattform MoreThanDigital.info, der größten Digitalisierungsinitiative in Europa. Seine Vision: #bethechange. Zusammen mit anderen Autoren und Experten möchte Ben Wissen über die Digitalisierung, Digitale Transformation sowie den Nutzen der Technologien teilen und so Firmen helfen, sich im Wandel der Digitalisierung zurechtzufinden.

Ben wollte schon immer irgendetwas besser machen und ist der Meinung, wenn man diesen Fokus hat, zu überlegen, wie man die Welt verbessern kann bzw. wie man etwas ändern kann, ist Geld Nebensache. Das kommt dann automatisch. In diesem Sinne sollte die Grundüberlegung von einem Startup immer sein, welchen Schmerz kann ich mindern und nicht welches Geschäftsmodell ist das Lukrativste und was kann ich dafür alles machen. Sondern es geht eher darum, wie man mit einer Vision die meisten Menschen verändern kann.

Der meiste Druck kommt von außen und Nein- und Vielleicht-Sager werden immer da sein. 

Wenn man aber daran glaubt, dass man mit dem Startup weiter gehen soll, dann soll man es machen. 

„Die Kunst ist, sich zu trauen etwas zu erträumen, was es vielleicht so noch gar nicht gab“.

Digitalisierung verändert unsere Welt. Wir sind ein Teil davon. Wir haben uns verändert und müssen die anderen, die noch nicht so weit sind dazu bringen, dass sie sich auch auf das Level verändern. Stichwort: Mindset Change. Die Leute müssen langsam umdenken, damit sie auf den Status Quo kommen und zukunftsfähig sind.

Was ist ein Startup?

Ein Single Entrepreneur ist für Ben kein Startup. Ein Startup steht für ein neues Geschäftsmodell sowie die Absicht, ein neues Produkt bzw. einen neuen Service auf den Markt zu bringen. Außerdem sollte dabei mehr als nur eine Person involviert sein, sondern das Vorhaben sollte aus einem Team von Leuten bestehen, die sich zusammentun, um etwas Neues zu erreichen. Optimalerweise ist im Team jemand, der komplett anders denkt und eine andere Sichtweise hat. Diese Person stellt normalerweise die Fragen, die weh tun und die bringen einen auch schnell voran. 

Sein Rat: Einfach mal ausprobieren und auch mal versagen. Wenn es nicht klappt, weitergehen. Nach dem Motto: “Fail Fast And Repeat“. Denn du kannst aus deinen Fail Phasen viel lernen. Der größte Fehler ist aufzugeben.

Du denkst über ein Plattformmodell nach?

Es ist gut, groß zu denken, aber zerlege dein Vorhaben in kleine Teile. Ein solches Modell gehört zu den Großprojekten und man darf nicht unterschätzen, wie viele Ressourcen man dazu benötigt. Meistens kann man so etwas am Anfang nicht alleine stemmen. Überlege, wo du am schnellsten etwas effizient umsetzen kannst.

MoreThanDigital.info war anfänglich ein Solomodell, aber heute brauchen wir ca. 10-12 Leute, damit die Plattform einigermaßen rund läuft. 

Mit einer Plattform muss man klein beginnen. Schau erst einmal, wie du deine Community aufbauen kannst, wie du deine Produkte und Services dementsprechend skalierbar machst. 

Team versus Idea

Die Idee kann noch so gut sein, aber das Team kann dir alles vernichten. Umgekehrt kann ein gutes Team eine schlechte Idee vorantreiben.

Baue dein Netzwerk aus, triff viele Leute und diskutiere mit ihnen Ideen und Themen. Nur so kommst du einen Schritt weiter. Man hat selbst viele Ideen im Kopf, die logisch klingen, aber im Team anders rüberkommen. Sind mehrere Leute beteiligt, können deine Ideen bereichert oder verändert werden.

Alles startet mit einer starken Vision

Richte deinen Blick weg von der Produktentwicklung hin zur Visionsentwicklung. Mit einer starken Vision wirst du Gleichgesinnte finden und kannst dir deine Community ausbauen. Überlege dir, welche Anspruchsgruppen du hast und wie du die Botschaft deiner Vision vermittelst.

Wo sind die Chancen? 

Es geht um die Faulheit der Menschen. Es geht darum, wie können wir Sachen so vereinfachen, dass es benutzerfreundlicher wird. Wenn man irgendwo ein System findet, das Leuten Arbeit abnimmt oder einen besseren Zugang zu irgendwelchen Services gibt, dann ist man im Trend dabei. Es geht um Prozesse, Schritte und Abläufe und nicht um Technik. Die Technik ist schon vorhanden.

Jetzt wünsche ich Dir viel Spaß mit dieser Podcastfolge und wenn du dich mit Ben in Verbindung setzen möchtest, kontaktiere ihn gerne über LinkedIn oder besuche seine Website unterhttps://morethandigital.info.

Ich freue mich über dein Feedback zu dieser Episode und lasse es mich wissen, wenn du noch Fragen hast. Schreib mir dazu gerne eine Nachricht an tobi[at]it-founder.de

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