Unternehmensaufbau mit 17: Benjamin Rasch über seine Gründerstory #195

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Benjamin Rasch ist im Interview zu Gast und gibt spannende Einblicke in seine Gründer- & Erfolgsstory:

  • Wie baut man mit 17 ein Unternehmen auf?
  • Welche Learnings nimmt man aus einer Gründerstory in jungen Jahren mit?
  • Was muss man beim Verkauf/Ausstieg aus dem eigens aufgebauten Unternehmen beachten?

Außerdem geht es in diesem Interview um Unternehmer-Mindset und wir beantworten die Frage, was passiert, wenn man einfach mal keine Geschäftsidee hat.

Wer ist Benjamin Rasch?

Benjamin hat mit 17 Jahren beschlossen, dass er ein Unternehmen aufbauen möchte. Früh vom Unternehmertum begeistert, hat er schnell gemerkt, dass man über einfaches Reselling und die Vermietung von Technik Geld verdienen kann. Daraus entstand schließlich eine Idee für seine ganz persönliche Gründerstory.

Eine Hürde für Gründer und Gründerinnen in jungem Alter: Man braucht eine Akkreditierung vom Gericht, dass man geschäftsfähig ist. Wenn das geschafft ist, ist der Rest schnell gemacht und man kann mit dem Aufbau des Unternehmens beginnen. 2014 schließlich folgten Gespräche mit Benjamins späteren Geschäftspartnern und am Ende stand die Gründung einer GbR im Raum.

Mit zusammengeworfenem Startkapital ging es nebenberuflich los mit kleinen Aufträgen auf Hochzeiten & Co.: Das gekaufte Equipment wurde vermietet, Kontakte wurden geknüpft. Kunden? Kamen allein durchs Netzwerken. Benjamin und auch seine Kollegen waren gut in ihrem Umfeld verknüpft. Später konnten die Jungunternehmer sich erlauben, potentielle Kunden proaktiv anzuschreiben und neben dem Empfehlungsmarketing auch eigene Strategien in der Kundenakquise auszuprobieren. Das nebenberuflich aufgebaute Unternehmen wurde immer bekannter und die Gründerstory nahm ihren Lauf.

Was sind Learnings aus einem Unternehmensaufbau in jungen Jahren?

Benjamin hat aus seiner jungen Gründerstory viel gelernt, dennoch blickt er zufrieden auf seine Erfahrungen zurück.

Die wichtigsten Learnings

Du verlierst nicht den Bezug zum klassischen Berufsleben und kannst trotzdem das Wissen aus deiner Ausbildung o.ä. mitnehmen

Praxiserfahrung:

Es ist super praktisch, wenn du das, was du lernst, auch mal praktisch anwenden kannst

Wachstum:

Man wächst an und mit seinem Unternehmen – durch angelerntes Wissen, neue Kontakte und eigene Fehler

Gut laufendes, selbst aufgebautes Unternehmen: Bleiben oder gehen?

Doch wie kam es dann zu der Entscheidung, dass Benjamin aussteigen will? Kurz gesagt: Es startete mit dem Wunsch nach mehr freier Zeit für mehr Fokus und endete in internen Differenzen. Ein Teil des Gründerteams wollte eine Zeit lang nach dem Unternehmensaufbau mehr Fokus auf die Weiterentwicklung des Unternehmens legen. Das Problem: Die Jungs arbeiteten nebenberuflich und kamen inklusive Studium/Ausbildung und Co. auf gut 100 Stunden in der Woche.

Den Wunsch, gute Mitarbeiter zu suchen und Jobs auszulagern teilten nicht alle Partner. Uneinig über die eigentlichen Verantwortungsposten kam es schließlich zu der Verkaufsentscheidung. Benjamin verkaufte 2019 seine Anteile und stieg aus seinem Unternehmen aus. Das Verhältnis des Gründerteams ist aber weiterhin gut.

Was macht Benjamin Rasch heute?

Mittlerweile ist Benjamin ganz in der IT-Welt angekommen. Nach einer Ausbildung in einem Dortmunder Unternehmen für Hotelsysteme mit Fokus auf der Integration von IT, wechselte Benjamin zum Unternehmen Saatmann nach Worms und kümmert sich dort um den Support und die IT-Abteilung. Unter anderem zählt auch Prozessoptimierung zu seinen Aufgaben. Während seiner beruflichen Laufbahn hat Benjamin einige Tipps ansammeln können, die er gerne mit dir teilt.

Benjamins Tipp-Sammlung

Teamarbeit: Man sollte die Qualität der Arbeit sicherstellen, aber selbst nicht gebraucht werden, um die Abteilung am Laufen zu halten. „Mach dich selbst ersetzbar“ lautet sein Credo.

Tool: Den Kundensupport optimiert Benjamin mithilfe des Service Managements von Jira. Tickets aus E-Mails werden automatisch erstellt, alle Kunden haben Einblick in die Vorgänge und können zeitnah sehen, ob und was passiert.

Eigenverantwortung: Wer Eigenverantwortung im Team fördern möchte, der sollte einfach mal fragen: „Wie würdest du entscheiden?“, „Was würdest du tun?“
Warum man seine Leute fördern sollte? Weil es für Entscheidungen oft nicht nötig ist, dass sie über die Führungsetage gezogen werden, wenn sie von Menschen getroffen werden, die selbst seit Jahren im Unternehmen arbeiten und sich auskennen. Die Geschäftsleitung kann sich da mal rausnehmen.

Kundensupport im Projektgeschäft: Wie geht man am besten vor?

Um deinen Kunden auch im Projektgeschäft ohne Ticketsystem gut zu supporten, solltest du einen Projektplan mit ihm machen. Wichtig ist laut Benjamin vor allem, den Kunden auch mit in die Verantwortung zu nehmen. Wenn ein Projekt gelingen soll, müssen beide Parteien an einem Strang ziehen.

Zudem verursacht eine Unklarheit über die Verantwortlichkeiten nur unnötige Reibung. Fehlende Kommunikation kann zudem dazu führen, dass Projekte scheitern und am Ende niemand schuld sein möchte. Wenn du deinen Kunden zufriedenstellen und ganzheitlich betreuen möchtest, solltest du transparent arbeiten und Probleme oder Unklarheiten immer kommunizieren.

Unternehmensaufbau: Wie wichtig ist die Idee?

Aktuell ist Benjamin nicht selbstständig, auch nicht nebenberuflich. Warum? Weil er gerade keine gute Idee hat. Auch das muss man sich mal erlauben. Dennoch ist Gründen mit einer guten Idee für Benjamin immer sinnvoll und nie verlorene Zeit: „Alleine für die Erfahrungen, die du sammeln kannst, die du sonst nie bekommen hättest“ – damit hat er völlig recht.

Eine Gründung holt dich aus deiner Komfortzone heraus und du lernst sehr viel:

Argumente

 Warum soll man bei mir kaufen, nicht bei dem alteingesessenen Unternehmen? Du lernst als Gründer und Gründerin nach und nach gute Argumente für eine Zusammenarbeit mit dir - und auch, diese zu vertreten.

Auftreten

Wie präsentiere ich mich? Dein Auftritt nach außen ist super wichtig und festigt sich mit den Monaten und Jahren deiner Arbeit.

Kundenkommunikation

Wie trete ich dem Kunden gegenüber auf? Was ist mein Werteversprechen? Und wie kommuniziere ich mit meinem Kunden?

All das sind Fragen, mit denen du dich beschäftigst, wenn du ein Unternehmen aufbaust und führst.

Und wenn man keine gute Idee hat? „Dann lässt man es eben bleiben.“

Doch was macht eine Idee zu einer guten Idee? Woran merkt man, dass die Geschäftsidee sinnvoll ist? Benjamin grenzt das ganz klar ein: Sie muss Mehrwert für deinen Kunden bieten. Wenn sie das nicht tut, wenn du den Mehrwert nicht klar definieren kannst, dann wirst du mit deiner Idee vermutlich nicht erfolgreich werden.

„Es ist super wichtig und wertvoll, immer mit anderen Unternehmern im Austausch zu stehen. Es hilft zudem ungemein, auch mal ein gutes Buch zu lesen.“

Benjamin Rasch

Benjamins Empfehlung:
Stefan Merath - „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“

Danke Benjamin, für das interessante Interview!
Wenn du mehr über Benjamin erfahren möchtest, kannst du ihn unter Benjamin Rasch auf LinkedIn finden.

IT Founder

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About the author 

Tobias Ziegler

CEO von IT-founder.de, Gründer, Business-Coach und langjähriger Selbstständiger in der IT-Branche.
Als Gründer fühlst du dich vielleicht manchmal erschlagen von der Menge und Vielfalt der anstehenden Aufgaben. Ich zeige dir aus eigener Erfahrung, wie du mit deinem IT-Unternehmen erfolgreich startest und Fehler vermeidest!

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