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Startup nebenberuflich gründen

Die wichtigsten Schritte für deinen Erfolg neben dem Job

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by Tobias Ziegler in IT-Unternehmen gründen
2. Juni 2018

Startup nebenberuflich gründen

Du möchtest dich nebenberuflich selbstständig machen? Ein Start-Up zu gründen ist kein Hexenwerk. Allerdings gilt es einige Dinge zu beachten. Folgender Ratgeber zeigt dir Tipps und Tricks, die dir die Gründung eines Start-Ups erheblich erleichtern können.

Die richtige Unternehmensform

Welche Unternehmensform ist die geeignete? Für ein nebenberufliches Start-Up ist die Gründung einer GmbH nicht immer die beste Wahl. Bist du selbstständig tätig, wirst du automatisch zu einem Einzelunternehmer. Freiberufler bilden hier natürlich eine Ausnahme. Falls du dich dafür entscheidest, ein Start-Up mit Geschäftspartnern abzuschließen, bildest du eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Hier ist aber in jedem Fall eine genaue Beratung notwendig. Lasse den Vertrag von einem Profi Korrektur lesen. Eine GbR entsteht automatisch beim Zusammenschluss mehrerer Partner. Hierfür benötigt es auch keinen Handelsregistereintrag.

Freiberufler oder Gewerbe?

Diese Frage ist tatsächlich essenziell. Zu Beginn musst du dir über deine Unternehmensform im Klaren sein. Unter Freiberufler fallen Künstler, Steuerberater, Ingenieure, Volks- und Betriebswirte und Therapeuten. Diese Berufe sind sozusagen „frei“. Demnach fallen alle anderen Berufe unter das Gewerbe. Die Vorgehensweise bei einem Gewerbe unterscheidet sich von der eines Freiberuflers deutlich. Ein Gewerbe muss beim Ordnungsamt angemeldet werden. Das ist mit Kosten zwischen 18 und 40 Euro verbunden. Das Finanzamt lässt dir hierfür Formulare zu kommen. Freiberufler müssen eigenständig das Finanzamt aufsuchen und füllen die notwendigen Formulare vor Ort aus.
Nach getaner Bürokratie wird dir im Anschluss eine zweite Steuernummer für deine Umsatzsteuer ausgehändigt.

In der Regel bekommst du deinen Gewerbeschein problemlos. Um einen guten Überblick über alle steuerlichen Einnahmen und Ausgaben zu behalten, empfiehlt sich in jedem Fall die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater.

Kleinunternehmer

Du möchtest keine Umsatzsteuer zahlen? Dann musst du als Kleinunternehmer auftreten. In diesem Fall bist du von der Mehrwertsteuer befreit. Das gilt aber nur, wenn du weniger als 17.500 Euro im Jahr verdienst. Das befreit dich auch von monatlichen Voranmeldungen. Natürlich hast du als Kleinunternehmer kein Anrecht auf eine Rückerstattung der gezahlten Vorsteuer. Wenn deine Unternehmensgründung mit hohen Anschaffungskosten verbunden ist, wie zum Beispiel elektronischen Geräten oder einem eigenen Büro, empfiehlt sich die Befreiung der Mehrwertsteuer nicht.
Auch der bürokratische Aufwand für Kleinunternehmer ist ziemlich hoch. So musst du auf jeder Rechnung vermerken, dass du von der Umsatzsteuer befreit sind.

Mögliche Hindernisse

Arbeitgeber

Eine nebenberufliche Selbstständigkeit kann durch den Arbeitgeber schnell zum Problem werden. Dein Arbeitgeber könnte dich beispielsweise als Konkurrenz ansehen. Außerdem haben Arbeitgeber die Sorge, dass der zeitliche Rahmen der Selbstständigkeit deine Anstellung beeinflusst. Wenn der Arbeitgeber das Gefühl hat, du könntest deiner Arbeit nicht mehr gerecht werden, hat dieser jederzeit die Möglichkeit deine Anstellung zu beenden.

Wenn die genannten Punkte der Konkurrenz und der Leistungsabnahme nicht erfüllt sind, bist du nicht dazu verpflichtet deine nebenberufliche Selbstständigkeit zu melden.

Es bleibt somit dir überlassen, ob du dein Start-up mit deinem Arbeitgeber besprechen möchtest. Halte dir aber vor Augen: Falls er auf dein Unternehmen aufmerksam wird, kann das zu einer unangenehmen Konfrontation führen.

Arbeiten von zu Hause

Natürlich hast du bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit nicht die Möglichkeit, ein ganzes Unternehmen zu gründen. Homeoffice ist also meist die beste Entscheidung. Hierfür ist nämlich keine permanente Präsenz notwendig.

Wenn du dich dafür entscheidest, von zuhause aus zu arbeiten, sparst du natürlich Ausgaben für Geschäftsräume. Falls du in einem Mietverhältnis wohnst, solltest du aber vorab unbedingt deinen Mietvertrag studieren. Ein Türschild mit deinem Firmennamen oder häufiger Kundenbesuch bedeutet eine „Zweckentfremdung“ des Wohnraumes und muss vertraglich genehmigt sein.

Außerdem empfiehlt es sich Kundentermine nicht zu flexibel zu gestalten. Dabei spielt nicht nur das Mietverhältnis eine Rolle. Du hast bereits eine Festanstellung und bist somit weniger flexibel als ein Unternehmer.

Finanzielle Aspekte

Kapitalplanung

Vielleicht verfügst du nicht über genügend eigene Mittel und benötigst einen Investor. Selbständige, welche lediglich nebenberuflich tätig sind, können Investoren nur schwer überzeugen. Arbeits- und zeitintensive Projekte finden in der Regel größere Begeisterung.

Kalkuliere genügend Zeit ein, um ausreichend Kapital zu beschaffen. Einen geeigneten Investor zu finden ist mit großem Zeitaufwand verbunden.

Kostenersparnis Krankenversicherung

Der wohl größte finanzielle Vorteil eines nebenberuflichen Start-Ups ist die Krankenversicherung. Wenn du bereits über deinen Arbeitgeber pflichtversichert bist, musst du für dein Start-Up keine zusätzlichen Beiträge zahlen. Das ist ja auch logisch, denn Gewinne aus deiner Selbstständigkeit erhöhen dein Einkommen aus der Festanstellung nicht. Ein nebenberufliches Start-Up ist somit wesentlich besser als eine übliche Gehaltserhöhung. Natürlich musst du nachweisen können, dass deine Anstellung finanziell und zeitlich deine Selbständigkeit übersteigt. Kläre das im Zweifelsfall bitte mit deiner Krankenkasse ab, um dich vor Nachforderungen zu schützen.

Was du sonst noch beachten solltest

Zeitplanung

Nebenberuflich Selbstständige verfügen über wenig Zeit. In jedem Fall musst du dir darüber im Klaren sein, dass du über weniger Freizeit verfügst als Festangestellte. Auch der Hauptjob kann unter einem Nebenberuf leiden. Deshalb empfiehlt es sich unbedingt für jedes Segment einen eigenen Zeitrahmen zu erstellen. Wie viel Zeit musst und darfst du in Hauptberuf, Nebenjob und Freizeit investieren?

Der passende Name

Jedes Unternehmen benötigt einen Namen. Als kleines Unternehmen bist du relativ frei in deiner Namenswahl. Fantasienamen und sprechende Bezeichnungen sind dabei jederzeit möglich. Achte jedoch darauf, dabei keine fremden Rechte zu verletzen.

Mundpropaganda

Sei stolz auf deine Geschäftsidee und kommuniziere sie. Habe keine Angst vor Plagiaten. Erfolg ist mit Bekanntheit verbunden. Wenn du deine Geschäftsidee geheim hältst, wirst du auf Dauer keinen Erfolg haben.
Diskussionen mit Kollegen und Experten bringen viele Vorteile mit sich. Konstruktive Kritik und Inspirationen helfen dir dabei, dein Start-Up zum Erfolg zu führen. Auch Freunde und Familie sollten über deine Nebentätigkeit informiert werden. Wie bereits erwähnt, wirst du weniger Freizeit haben als zuvor. Wenn du deine Familie in deine Pläne einweihst, wirst du mit großer Sicherheit auf Ihr Verständnis stoßen.

Engagement und Herzblut ist Pflicht

Ein Selbständiger kann nur dann erfolgreich sein, wenn er zu 100 Prozent hinter seiner Idee steht. Wenn du von Anfang an nur halbherzig an die Sache herangehst und deine Selbstständigkeit als selbstlaufenden Nebenjob ansiehst, ist deine Geschäftsidee zum Scheitern verurteilt.

Fazit: Ein nebenberufliches Start-Up ist eine prima Möglichkeit große Erfolge zu verbuchen, solange man mit Herz und Engagement dahintersteht. Selbstständigkeit ist keine Hexenkunst. Allerdings solltest du dir klar machen, dass sich dein Leben verändern wird, egal ob Freizeit oder Hauptberuf. Kalkuliere in jedem Fall genügend Zeit ein, um allen genannten Punkten gerecht zu werden.

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